Hosting ist der Service, der deine Website oder App auf einem Server zugänglich macht – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, weltweit. Ohne Hosting läuft dein Code nur lokal auf deinem Laptop. Erst durch Hosting wird er für andere im Internet erreichbar.
Frühe Webseiten lagen auf einem einzelnen Server in einem Rechenzentrum. Heute ist Hosting deutlich abstrakter: Plattformen wie Vercel oder Netlify pushen deinen Code automatisch auf ein globales CDN (Content Delivery Network) – Server in Frankfurt, Tokio, São Paulo. So lädt deine Seite überall in Millisekunden.
Wie funktioniert modernes Hosting?
Es gibt drei große Kategorien:
Plattform-as-a-Service (PaaS) – du pushst Code, die Plattform kümmert sich um alles andere.
- Vercel – beste Next.js-Integration, Standard für Frontend
- Netlify – ähnlich wie Vercel
- Railway / Render – auch für Backends mit Datenbanken
- Fly.io – global verteilte Apps mit eigenen Servern
Server-less / Edge – Code läuft auf Anfrage, du zahlst nur Aufrufe.
- Cloudflare Workers – am Edge, super schnell
- Vercel Edge Functions
- AWS Lambda
Klassische Server (VPS) – du bekommst einen Linux-Server und kümmerst dich selbst.
- Hetzner – günstig, deutsche Datacenter
- DigitalOcean – beliebt bei Indie-Hackern
- AWS EC2 / Google Compute Engine
Für die meisten neuen Projekte ist Vercel der naheliegende Start: Du verbindest dein GitHub-Repo, jeder Push wird automatisch deployed, eigene Domain in Minuten dazu, kostenlos im Free-Tier.
Wofür brauchst du Hosting?
- Jede Website muss irgendwo liegen
- Web-Apps brauchen Hosting für Frontend und Backend
- APIs und Datenbanken
- Statische Sites (Blog, Portfolio, Landing Page)
- Email-Server, Cron-Jobs, Worker-Prozesse
- Eigene KI-Modelle auf GPU-Servern (RunPod, Modal, Replicate)
Hosting und VibeCoding
Mit modernen Plattformen ist Deployment kein Thema mehr. Du verbindest dein GitHub-Repo mit Vercel, Vercel baut deine Next.js-App automatisch, jeder Push deployed. Du kannst Preview-Deploys pro Branch bekommen, Rollbacks mit einem Klick und Logs in Echtzeit.
Mit Claude Code automatisierst du Setup-Schritte: ".env-Variablen einrichten, Vercel-Projekt verbinden, Custom-Domain konfigurieren". Was früher ein DevOps-Team brauchte, läuft heute in Stunden.
Faustregel für die Wahl:
- Reines Frontend / Next.js / Marketing-Site: Vercel
- Frontend + Datenbank im selben Hosting: Railway oder Render
- Volle Kontrolle, eigene Server, niedrige Kosten: Hetzner VPS mit Docker
- KI-Workloads mit GPU: Modal, RunPod, Replicate
- Globale Edge-Apps: Cloudflare Workers
Empfehlung
- Standard-Setup für Anfänger: Vercel + GitHub + Custom Domain
- Bei Datenbank-Bedarf: Vercel + Supabase (separate Hostings, aber gut integriert)
- Bei eigenem Backend: Railway oder ein Hetzner-VPS mit Docker Compose
- Vermeiden am Anfang: klassisches AWS – zu komplex für die meisten MVPs